It’s all Chinese to me – Chinaaustausch der ASS

Unsere zweiwöchige Reise durch China begann am 16.04.2017 am Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Zugfahrt ging nach Frankfurt, um dort für 10 Stunden ins Flugzeug nach Shanghai zu steigen. Nachdem wir in der 18 Millionen Metropole angekommen waren, besuchten wir als erstes das Shanghai-Museum, um mehr über die Stadt und die chinesische Kultur zu erfahren. Weiter ging es dann noch auf die große Shoppingstraße, die Nanjing Street.

Am zweiten Tag hatten wir einen Termin in der Außenhandelskammer (AHK) in Shanghai, wo uns Frau Christine Müller viel Interessantes über die Wirtschafts- und Handelsabläufe zwischen Deutschland und China erzählte. Darüber hinaus beantwortete sie uns all unsere Fragen zum Thema „Leben und Arbeiten“ in China.

Nach diesem intensiven Einblick fuhren wir anschließend zur Uferpromenade „The Bund“,  von welcher man eine schöne Aussicht auf die Skyline von Shanghai hat. In den nächsten Tagen besuchten wir noch die Tianzifang area, fuhren auf den 468 m hohen Oriental Pearl Tower und lernten die Stadt mit einer abendlichen Schiffsfahrt vom Wasser aus kennen. Die Tage in Shanghai boten uns die Möglichkeit, uns langsam an die chinesische Kultur, die Sitten und Gebräuche zu gewöhnen.

Auf dem Weg zu unseren Gastfamilien machten wir noch einen Stopp in der bekannten Wasserstadt Souzhou, die das Venedig des Ostens genannt wird. Hier verbrachten wir zwei Tage und besuchten eine Seidenfabrik sowie die Unesco Weltkulturerbestätte, den Humble Administrator's Garden, und den Tiger’s Hill.

Am 20. April ging es dann in unsere Gastfamilien in Changzhou. Diesem Teil der Reise hatten wir schon lange entgegengefiebert. Die meisten von uns kannten ihre Gastschüler bereits vom Besuch der Chinesen bei uns in Nürtingen, für manche waren es aber noch völlig neue Bekanntschaften. Während wir in der Schule darauf warteten, dass die Gastschüler uns nach ihrem Unterricht abholten, zeigte uns ein Lehrer die riesige und ganz neue Privatschule. Nach Unterrichtsende trafen wir in der Bibliothek auf unsere Gastschüler und fuhren mit ihnen und ihren Eltern in unser vorübergehendes Zuhause. Dort konnten wir uns dann erstmal einrichten und typisch chinesisches Abendessen probieren. Einige von uns aßen z.B. Schweinefüße, Hühnerbeine, viel Gemüse und Reis und noch so einiges mehr.

An den Schultagen besuchten wir mit unseren Gastschülern den Unterricht, arbeiteten an unserem gemeinsamen Projekt weiter und hatten Kung-Fu Training. Darüber hinaus bekamen wir einen Einblick in traditionelle künstlerische, chinesische Fächer, wie z.B. Poker-Picture (ein auf Holz gelötetes Bild), ein Schattenspiel, Fächerbemalen und vieles mehr. Am Wochenende machten viele von uns mit ihren Gastfamilien Ausflüge, z.B. in Einkaufszentren, in die Stadt, auf Teefarmen oder in den Dinosaurier-Park, ein riesiger Freizeitpark mit Achterbahnen, 4D-Kinos und mehr.
Nach einer Woche war unsere Zeit mit den Familien auch schon um. Da man sich in dieser Woche gut kennenlernen konnte, war es am Donnerstag ein sehr trauriger Abschied.

Ein Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Changzhou war der Besuch bei der Firma Gebrüder Heller Maschinenfabrik GmbH. Wir waren schon zu Gast am „Heimat-Standort“ Nürtingen und wurden nun von der Geschäftsführung der chinesischen Außenstelle herzlich empfangen. Herr Andrew Parkin (Managing Director Asia) und seine Mitarbeiter nahmen sich sehr viel Zeit für uns und beantworteten all unsere Fragen über eine berufliche Tätigkeit im Ausland und das Leben in China.

Unsere letzte Station der Chinareise führte uns dann mit dem Schnellzug nach Peking. Dort angekommen, ging es direkt zum ZDF-Studio, wo wir die Möglichkeit hatten, dem Ostasien-Korrespondenten Thomas Reichart und seinen Kollegen, Fragen über ihren Beruf, aber auch die chinesische Politik zu stellen. Außerdem bekamen wir eine Studio-Tour, in der wir zum Beispiel sehen durften, wie ein Beitrag für das Auslandsjournal entsteht: vom Filmen, bis hin zur Ausstrahlung in Deutschland, so wie wir es dann im Fernseher sehen können.

Am darauffolgenden Tag hieß es früh aufstehen, denn wir fuhren zur Chinesischen Mauer. Dort angekommen war es unglaublich zu sehen, wie lange die Mauer mit ihren 8.851 km ist. Sie machte den Anschein unendlich lang zu sein, ohne dass ein Ende zu erkennen ist.

Tag 3 führte uns zur Verbotenen Stadt und den Platz des Himmlischen Friedens, der sich direkt davor befindet. Er erstreckt sich über eine unglaublich große Fläche. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt der Verbotenen Stadt verwehrt, was den Namen erklärt. Man konnte unzählige Paläste und Pavillons mit unglaublich vielen Räumen sehen. Alles befindet sich auf einer riesigen Anlage, die sehr beeindruckend ist.

Das Ziel am letzten Tag der Reise war der Flughafen, wo es für uns hieß, sich von China zu verabschieden und so langsam wieder auf Deutschland einzustellen. Wir alle haben während unseres Aufenthaltes in China viele Erfahrungen und Eindrücke  gesammelt, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Leonie Heinrich, Antonia Kühnle, Fabienne Lekic, Sara Rodrigues Günthner, Karen Raff und Andrea Rückert